Schule ohne Rassismus

08. November 2009

Das gleichnamige Projekt will Schüler und Schülerinnen auf alle Formen von Diskriminierung und Rassismus aufmerksam machen; es ruft gegen Gewalt in Schule und Gesellschaft auf und stellt die Förderung des Engagements für Integration und Chancengleichheit in den Vordergrund.

Schule Ohne Rassismus / Schule mit Courage

Auf den ersten Blick hat das alles nicht viel mit unserer Schule zu tun, da der Anteil von ausländischen Schülern sehr gering ist. Doch uns als Schülerrat war es wichtig, alle Schüler auf jede Art von Gewalt an der Schule aufmerksam zu machen; denn auch das Ärgern eines Mitschülers kann schnell diskriminierend werden.

Man bekommt immer wieder zu hören, dass in der Öffentlichkeit Waldorfschulen als ausländerfeindlich angesehen werden, deshalb wollten wir mit diesem Projekt ein Zeichen setzen.

Wie wird man eine Schule ohne Rassismus, eine Schule mit Courage?

Das Projekt besteht inzwischen vierzehn Jahre und hat spezifische Aufnahmekriterien, die erfüllt werden müssen, um den Titel verliehen zu bekommen. Mindestens 70% aller Schulangehörigen müssen sich durch Unterschrift mit den Grundsätzen des Projektes einverstanden erklären. Diese Unterschriftenliste wird dann zur Zentrale des Projektes geschickt und im Idealfall wird man anerkannt. Die Schule ist dann verpflichtet, einmal im Jahr eine einschlägige Veranstaltung oder ein entsprechendes Projekt durchzuführen. Außerdem Vera–Marei Seeger für den Schülerrat muss sie eine Person des öffentlichen Lebens als Repräsentanten gewinnen, der als Pate in der Öffentlichkeit wirkt. Wenn alle Kriterien erfüllt sind, wird der Schule in einer feierlichen Veranstaltung das Schild mit der Aufschrift des Projektes übergeben. Erst dann ist die jeweilige Schule anerkannt.

Unsere Arbeit an diesem Projekt begann bereits im Schuljahr 2006/2007 und war nach drei Jahren harten Arbeitens im Juni 2009 abgeschlossen. Zu Beginn der Arbeit gingen wir in die Klassen und erzählten von dem Vorhaben und beantworteten Fragen. Dann ließen wir die Unterschriftenlisten in den Klassen 5 – 13 herumgehen.

Danach schickten wir die Listen ein und bekamen daraufhin ein Schreiben, in dem uns mitgeteilt wurde, dass wir die 70%-Hürde nicht geschafft hätten. Daraufhin haben wir die vier unteren Klassen einbezogen und die Eltern gebeten, für ihre Kinder zu unterschreiben. Beim zweiten Anlauf kamen wir über die 70%, aber wegen dieser Komplikationen haben wir ein ganzes Jahr verloren. Nun musste noch das schwierige Problem gelöst werden, einen geeigneten Paten zu finden.

Pate des Projekts Schule ohne Rassismus - Moritz Rinke

Schnell entschieden wir uns für Moritz Rinke, einen ehemaligen Schüler unserer Schule und inzwischen sehr bekannten Dramatiker, Schriftsteller und Journalisten, der sich gerne bereit erklärte, diese Aufgabe zu übernehmen. Dann endlich, am 6.6.2009, wurde uns in der Monatsfeier das Schild feierlich überreicht und wir waren nach vieler Mühe am Ziel unserer Wünsche.

Zur Homepage des Projektes

[Vera–Marei Seeger für den Schülerrat]